
COC: Kokain
Kokain, oft «Koks», «Schnee» oder «Coca» genannt, ist ein starkes Stimulans, das aus der südamerikanischen Coca-Pflanze gewonnen wird. Es gehört zu den Drogen mit dem höchsten Suchtpotenzial, weil es sehr schnell eine intensive Euphorie auslöst, die aber auch sehr schnell wieder abklingt.
Die Wirkung: Kokain kann Wachheit, Selbstvertrauen und das subjektive Leistungsgefühl stark steigern, manche beschreiben es als Gefühl, «alles schaffen zu können». Die Dauer hängt stark von Konsumform und Dosis ab; die euphorische Phase kann kurz sein, danach folgt der Absturz mit Erschöpfung, Depressionen und dem starken Verlangen nach mehr. Deshalb wird Kokain oft in mehreren Dosen hintereinander konsumiert («Binge»).
In Ihrer Praxis kann Kokain-Beikonsum bei Patienten in der Substitutionsbehandlung vorkommen. Konsummuster und Beweggründe sollten individuell besprochen werden. Die Gefahren sind erheblich: Herzinfarkte und Schlaganfälle auch bei jungen Menschen, zerstörte Nasenscheidewand beim Schnupfen, schwere psychische Probleme bis hin zu Psychosen. Positive Kokain-Tests sollten Sie ernst nehmen und zeitnah besprechen. Im Urin wird üblicherweise vor allem Benzoylecgonin nachgewiesen; der Befund allein zeigt keine aktuelle Intoxikation.