
TCA: Trizyklische Antidepressiva
Trizyklische Antidepressiva (TCA) sind eine ältere Klasse von Antidepressiva. Dazu gehören Medikamente wie Amitriptylin (Saroten®), Doxepin, Imipramin oder Clomipramin. Obwohl es heute modernere Antidepressiva gibt (wie SSRIs), werden TCA weiterhin bei Depressionen und je nach Wirkstoff auch bei chronischen Schmerzen oder anderen Indikationen eingesetzt.
Die Wirkung: TCA heben die Stimmung, können aber auch sedierend wirken (deshalb werden sie oft abends eingenommen). Sie haben allerdings viele Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Verstopfung, Schwindel, Gewichtszunahme, Herzrhythmusstörungen.
Warum testen wir darauf in der Suchtmedizin? Aus Sicherheitsgründen: TCA haben eine sehr enge therapeutische Breite, das heißt, die Grenze zwischen wirksamer Dosis und giftiger Dosis ist schmal. Überdosierungen können lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen verursachen. Eine absichtliche oder versehentliche Überdosierung erfordert eine sofortige medizinische Abklärung. Ein qualitativer Urintest kann einen Hinweis auf TCA oder kreuzreagierende Substanzen liefern, aber eine Vergiftung weder sicher feststellen noch ausschließen.