
LSD: Lysergsäurediethylamid/LSD
LSD, oft «Acid» oder «Pappe» genannt, ist eines der stärksten Halluzinogene überhaupt. Schon winzigste Mengen, wir reden von Mikrogramm, reichen für eine intensive Wirkung, die 6 bis 12 Stunden anhält. LSD wird meist auf kleinen Papierstücken (Löschpapier) konsumiert, manchmal auch als Tropfen. Die Wirkung ist sehr komplex: intensive optische Verzerrungen und Halluzinationen, veränderte Zeitwahrnehmung (Minuten können sich wie Stunden anfühlen), intensivierte Emotionen und ein verändertes Selbstgefühl. Manche beschreiben es als spirituelle oder bewusstseinserweiternde Erfahrung, andere erleben «Horrortrips» mit massiven Angstzuständen und Panik. Das Besondere an LSD: Es macht nicht körperlich abhängig und auch das psychische Abhängigkeitspotenzial ist gering, das bedeutet jedoch keine Risikofreiheit. Trotzdem gibt es Risiken: akute psychotische Episoden während des Trips, das Risiko von «Flashbacks» (spontanes Wiedererleben von Rauschzuständen Wochen später) und bei vorbelasteten Personen kann LSD psychische Erkrankungen auslösen.
In Ihrer Praxis sollte bei ausgeprägten Wahrnehmungsveränderungen auch ein möglicher Psychedelikakonsum angesprochen werden. Ein unauffälliges Standardscreening schliesst ihn nicht aus.