
ZOP: Zopiclon
Zopiclon ist wie Zolpidem ein «Z-Drug», ein Nicht-Benzodiazepin-Schlafmittel. Es wird als Arzneimittel verschrieben und dient zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen. Die Wirkung ist sehr ähnlich wie bei Zolpidem: schlaffördernd, beruhigend, muskelentspannend. Eine Besonderheit von Zopiclon ist der typische metallische oder bittere Geschmack im Mund, der am nächsten Morgen noch anhält, viele Patienten beschweren sich darüber. Ansonsten hat es ähnliche Vor- und Nachteile wie Zolpidem: Es wirkt gut gegen Schlafstörungen, kann aber abhängig machen und sollte nur kurzzeitig eingesetzt werden. Die Risiken bei Missbrauch: Neben der Abhängigkeitsentwicklung kann Zopiclon zu Gedächtnislücken, Verwirrtheit und beeinträchtigter Koordination führen. In Kombination mit Alkohol, Benzodiazepinen oder Opioiden (also auch der Substitution) verstärkt sich die dämpfende Wirkung gefährlich, bis hin zum Atemstillstand.
Für Ihre Praxis: Schlafprobleme können auch bei Patienten in der Substitutionsbehandlung auftreten. Eine Zopiclonverordnung erfordert eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung. Der Test kann Hinweise auf eine Einnahme liefern, belegt aber weder eine regelmäßige Anwendung noch einen Verkauf. Unerwartete Befunde sollten unter Berücksichtigung von Verordnung, Einnahmezeitpunkt und Testeigenschaften ärztlich abgeklärt werden.