
PGB: Pregabalin
Pregabalin, bekannt unter dem Handelsnamen Lyrica®, ist eigentlich ein Antiepileptikum und Medikament gegen neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen). Es kann auch als Rauschmittel missbräuchlich verwendet werden; das ist in der Substitutionsmedizin besonders relevant.
Die medizinische Wirkung: Pregabalin dämpft überaktive Nervenzellen und wird bei Epilepsie, Nervenschmerzen und Angststörungen eingesetzt. Bei Missbrauch in hohen Dosen wirkt es ähnlich wie Alkohol oder Benzodiazepine: enthemmend, euphorisierend, angstlösend. Manche beschreiben die Wirkung als «weicher Rausch».
Warum ist das in Ihrer Praxis so relevant? Nicht bestimmungsgemäßer Pregabalinkonsum kann auch bei Patienten in einer Substitutionsbehandlung vorkommen. Die Kombination verstärkt die atemdepressive Wirkung, es gab bereits Todesfälle. Außerdem kann Pregabalin abhängig machen, und der Entzug kann zu Krampfanfällen führen, ähnlich wie beim Alkoholentzug. Ein positiver Test sollte unbedingt mit dem Arzt besprochen werden, eine mögliche Verordnung, die tatsächliche Anwendung und weitere dämpfende Medikamente müssen gemeinsam beurteilt werden. Auch bei verordneter Einnahme können Abhängigkeit und Wechselwirkungen auftreten.